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Wer wir sind, wo wir her kommen und wo wir hin wollen!

Pataya Yoga und Ayurveda, Tina Achiti, Pascal Achiti

 

Logbuch Eintrag Woche 16

 

#andernordseeküste

(Erster Eintrag im Pataya Blog)

Wir erzählen hier unsere Geschichte einfach weiter...

 

Zusammenfassung für die, die uns noch nicht kennen.

 

Alles begann mit einer Reise zu uns selbst…

Aus der Perspektive von: Tina Achiti

 

Mein Name ist Tina und ich bin Marketing Expertin.

Zumindest war ich das in diesem Leben, bevor all das begann. Was ich heute bin? Manche bezeichnen mich als Freigeist.

Ich selbst tue das auch, deswegen mag ich diese Formulierung. Ich bezeichne mich als eine Frau, die ein ganzen halbes Leben nicht sie selbst war und durch mehrere Schicksalsschläge zu dem geworden ist, was sie schon immer sein wollte.

 

Ich bin nach meinem Abi in die Mediabranche hineingeboren worden. Fast 13 Jahre habe ich diesen Job mit ganzem Herzen, mit voller Überzeugung und größtmöglicher Freunde strategisch geplant und habe mit jeder Zelle meines Körpers dafür gebrannt. Tue ich übrigens heute noch. Nur eben anders.

 

Cut.

 

Ich habe mich erstmal entschlossen eine Auszeit zu nehmen und Irland hatte schon immer magische Anziehungskräfte auf mich. Relativ schnell und spontan stand fest, dass ich das Marketing erstmal an den Nagel hänge und für eine unbestimmte Zeit mit Sack und Pack nach Irland möchte. Im Internet hatte ich ein Cottage am Arsch der Welt gefunden. Eine halbe Stunde entfernt von der nächst „größeren“ Stadt. Auf einem Kuhbauernhof, auf dem man nachts die eigene Hand vorm Auge nicht finden konnte. Bubu, die beste Weg Begleiterin der Welt, ein Jack Russel- Mops- Franz. Bulldogge Mix, hatte das dann eine ganze Zeit lang für mich übernommen.

 

Was ich da drüben machen wollte war eigentlich ziemlich unklar. Also ganz eigentlich wollte ich einfach mal nichts tun. Für mich zu diesen Zeitpunkt unvorstellbar. Ich hatte alles in Deutschland verkauft, mir einen Rechtslenker in Heidelberg zugelegt und machte mich auf!

Auf... auf das aller erste richtige Abenteuer in meinem Leben.

 

Cut.

 

Es war bald schon Weihnachten und ich wollte wieder nach Hause.

Es gab verschiedenste Gründe dafür.

Würde den Rahmen sprengen und ich brauche ja immer noch ein bisschen Futter für mein Buch.

 

Also 4 Taschen, ein Tier, ein Rechtslenker, eine verwirrte Frau und eine lange Rückreise über Fähre und endlos langen Autobahnen später, kam ich in ein Land zurück, das nicht mehr mein zu Hause war. Ich hatte dort nichts mehr, außer natürlich die Familie und alte Freunde.

2,5 Monate schlief ich dann also mit meinem Hab und Gut bei einer Freundin in einem umfunktionierten Gästezimmer auf einer Matratze. Für mich vollkommen ausreichend und ich bin bis heute mehr als dankbar für diesen wunderbaren Platz.

 

Dann kam eine Wohnung in einem kleinen Dorf in der Nähe von Frankfurt.

Irland gleich.

Viel Land.

Viele Kühe.

 

Und da ich "nichts" anderes konnte, bin ich erst mal zurück in den alten Job.

Group Head eines zuckersüßen Teams und von einem, sorry ich muss es sagen, furchtbaren Kunden.

 

Cut.

 

6 Monate später hat mein Körper mir regelrecht den Mittelfinger gezeigt.

Klassisches Burnout.

Von jetzt auf gleich.

Nicht abzusehen.

Für mich das aller aller aller schlimmste Gefühl meines Lebens. Der Kontrollverlust war kaum auszuhalten. Und das bei mir? Nochmal: Unvorstellbar.

2 Wochen habe ich zu Hause gesessen und geheult. Wusste selbst nicht mal warum.

Das aller schlimmste daran, dass ich auf Hilfe angewiesen war und das noch schlimmere zu dem Zeitpunkt, ich musste die Füße stillhalten. Nichts tun. Ruhen. Ich.

 

Wieder gekündigt.

Raus aus allem Alten.

Da wurde mir das aller erste Mal in meinem Leben klar, dass ich in einer Rolle gefangen bin, vom Außen geleitet, keinerlei Feinfühligkeit für mich selbst und ohnehin habe ich mich noch NIE mit mir selbst beschäftigt.

Was im Nachhinein nur verrückt ist.

Buddha sei Dank war da Social Media. Nicht abgeschottet von der Außenwelt zu sein, hat mich von einen Tag in den nächsten gebracht. Und da war da diese Anzeige.

 

„Yogalehrer werden?“

 

Warum auch immer mir das angezeigt wurde. Ich kenne mich ein wenig mit Online Marketing aus, aber das war für mich nicht greifbar.

 

Cut.

 

Prüfung bestanden. Die intensivste Zeit meines Lebens war zu Ende. Aber was jetzt? In meinem kleinen Dorf saß ich in einem Café und unterhielt mich mit einer netten Dame, die mir davon erzählte, dass die „Dorf“- Yogalehrerin gerade aufgehört hatte und ich unbedingt einen Kurs machen MUSS.

 

Cut.

 

15 Teilnehmer nach Flyer- Postwurfsendungen zur ersten Schnupperstunde am 11.09.2017.

 

Cut.

 

3 Monate später waren es 50 Teilnehmer und durch "Zufall" kam ich an Räumlichkeiten, die zu vermieten waren.

Sehr klein, aber ich dachte, dass bin ich ja auch.

Pascal, der mich in dieser Zeit zu jeder Stunde und jeder Sekunde unterstütze, willigte ein, dass mit dem eigenen Yogastudio zu probieren.

Obwohl Excel Kalkulationen etwas ganz anderes sagten. Etwas ganz anderes!!!!

 

War ein Mutausbruch!

 

Übrigens, Pascal hatte erst nach 2 Jahren unserer Beziehung das erste Mal Berührungspunkte mit Yoga, Meditation, Innenschau….aber später mehr.

 

Cut.

 

2 Jahre später über 200 Mitglieder im Studio. Verrückt und so eine große Familie.

 

Zwischendrin kurzfristig noch eine Ausbildung mit meiner Seelenverwandten Suzana in Bangkok zur Thai Masseurin im Wat Poh Tempel gemacht. Bangkok war geil! Abenteuer Pur. Und die 1,82 große deutsche Yogalehrerin mittendrin.

 

Anyway.

Studio lief Bombe… Pascal war einfach bemerkenswert mitfühlend und geduldig, Leben hatte sich wieder eingependelt und das Wichtigste, meine absolute Berufung war gefunden. Ab diesem Zeitpunkt, habe ich geglaubt, dass ich nie etwas anderes in meinem Leben gemacht habe. Ab dem Zeitpunkt, mit dem ich beschloss ich selbst zu sein, weg von alten Glaubenssätzen und Mustern, die ich über Jahre angesammelt hatte, machte ich mich auf in ein freies, mutiges, zweifel- und furchtloses Leben.

 

Heute sind die Meditation und die Arbeit mit der Innenwelt mein zu Hause. Was ich früher für unmöglich hielt, hat mich zu dem gemacht was ich heute sein darf.

Frei im Denken.

 

Cut.

 

Mittlerweile bin ich verheiratet, mit diesem tollen Typ, den ich übrigens im Marketing kennenlernte. Noch vor Irland… aber erst nach Irland wurden wir zu einem Paar. Aber was noch unglaublicher an dieser Geschichte ist, dass Pascal nach all den Jahren im Marketing mit der Sprache rausrückte, was er wirklich machen wollte. Was ihm wirklich Freude bringt. Cut. Er kündigte seinen Job, um sich auf die Reise zu sich selbst zu machen. Von heute auf Morgen. Und kochen Leute, konnte der schon immer. Fragt nicht wie! Durch mich und das Yoga, kam er mit der ayurvedischen Küche in Berührung, besuchte einen Workshop und war danach einfach schockverliebt. Es war genau das, was er machen wollte…

 

Cut.

… Ausbildung bestanden. Ayurveda Koch. Und parallel dazu, weil das natürlich nicht genug war, auch noch die Ausbildung zum Fitnesstrainer absolviert. Absoluter Anatomie Experte. So…. Übrigens: Yoga und Ayurveda kann man nicht trennen. Die zwei Sachen gehören zusammen wie Arsch auf Eimer. So wie wir.

 

Naja, und dann kam Corona. Das Studio zu klein für all die Auflagen. Online Kurse sind schön, aber über Wasser halten ist etwas anderes. Es war schon ein nach Luft schnappen mit all den Kosten. Die Solidarität, die sich in dieser Zeit zeigte, war enorm und mir laufen jetzt beim Schreiben schon wieder die Tränen über die mit Rouge geschminkte Wangen. Wir konnten wirtschaftlich gesehen überleben. Eingeschränkt und nicht auf sehr großem Fuße, aber das war ja genau das, was wir in unserem neuen Leben wollten.

Also… kein Zweifel. Mit dem Prinzip der Resonanz beschäftige ich mich jetzt seit einigen Jahren und wie wir wissen, wenn wir nur an Scheiße denken, ziehen wir nur Scheiße an.

Also dachten wir an Love, Peace and Harmonie.

Funktionierte.

 

Cut.

 

Wir sitzen an der Nordsee. Ein paar Tage raus aus der verrückten Welt. Überall verrückt ich weiß, aber wir brauchten eine Auszeit an der wilden See. Also mit unserem 22 Jahre alten, ausgebauten Bulli hoch an die Küste. Zum Spaß haben wir uns dort ein Reetdach Haus angeschaut. Ich wollte schon immer mal wissen, wie so ein Häuschen von innen aussieht.

 

Während unser Kaffee auf dem Camping Kocher brodelte, rief mich eine Nummer aus der Gegend an…

„Hallo, hier ist die Vermieterin von dem Haus, was sie sich gestern angeschaut haben…., wir würden sie gerne als unsere neuen Mieter begrüßen????

Stille….

What?

Ich: “Ich rufe sie zurück!“

 

Pascal, der dort völlig unbeeindruckt saß und den Kaffee eingoss sagte:

„Jo, dann machen wir das doch jetzt, wir haben ja eh nichts mehr zu verlieren.“

Dieser Typ, der der größte Sicherheitsmensch auf Erden war. Der nichts loslassen konnte und immerzu Geldsorgen hatte, teilte mir gerade mit, wie die freie Welt funktionierte. …und ja…er hatte Recht…wir hatten nichts zu verlieren…

 

Cut.

… Mietvertrag noch ab selben Tag unterschrieben… Was wir hier oben wollten, wussten wir nicht, aber was wir wussten war, dass es richtig sein musste.

 

Dann kam der Name. Aus dem Nichts und ein lang gehegter Traum wurde nach und nach zum Leben erweckt.

Pataya.

Und ihr wisst ja, was wir jetzt vorhaben.

Endlich wieder auf Kurs und unser Unternehmerherz strahlt aus allen Poren.

 

Yoga ist die Heilung des Geistes und Ayurveda die Heilung des Körpers.

Es ist uns ein Anliegen Menschen zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu verhelfen.

Es ist nicht nur ein Beruf… es wurde zu unserer Lebensweise.

Es wurde zu einer Reise, die im Nichts begann und bei uns selbst endete.

Es wurde zu einer Reise, die keiner je vorhergesehen hatte, aber die bestätigt, dass jede Veränderung gut ist und das, wenn sich eine alte Tür schließt, sich immer eine neue öffnet.

IMMER.

Wir vertrauen ins Leben und wir vertrauen in die Resonanz.

Und genau das, wollen wir den Menschen weitergeben.

Die Liebe zum Leben!

 

Namasté Pascal, Tina, Bubu der Hund und Berta der Bulli.

 

Ps. Ist ein wenig lang geworden.

Ihr findet in den nächsten Beiträgen auch Rezepte aber natürlich auch weitere Logbuch Einträge.

Wir nehmen euch hier mit auf einer Reise, die nie zu Ende geht.

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Kommentare: 2
  • #1

    Desiree (Samstag, 06 Februar 2021 22:09)

    Wie inspirierend seid ihr denn? Danke für die tolle Geschichte �

  • #2

    Kerstin und Rainer (Dienstag, 02 März 2021 11:24)

    Liebe Grüße von Eurem Onkel & Tante :-)
    "Den Mutigen gehört die Welt"